[Rezension] Ich soll nicht töten - Barry Lyga

Mittwoch, 6. März 2013




Titel: Ich soll nicht töten
Autor: Barry Lyga
Verlag: blanvalet
erschienen am: 18. Februar 2013
Seitenzahl: 384
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3-442-38043-5 


Inhalt:
"Stell dir vor, der berüchtigtste Serienkiller der Welt wäre dein Vater …
Heimlich beobachtet der 17-jährige Jasper »Jazz« Dent ein Ermittlerteam am Schauplatz eines brutalen Mordes. Dem jungen Mann wird sofort klar, dass er in großen Schwierigkeiten steckt. Denn der Killer hat seinem Opfer mehrere Finger abgeschnitten und als Souvenir mitgenommen. Und genau das war das Markenzeichen von Jazz’ Vater. Doch der berüchtigte Serienmörder befindet sich seit Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis. Jazz weiß, dass nun alle ihn für den Täter halten müssen – bis er den wahren Schuldigen zur Strecke bringt."



~ Ich soll nicht töten - oder etwa doch? ~

Jasper "Jazz" Dent lebt in Lobo´s Nod. Jeder kennt ihn und jeder würde ihm vermutlich einen Mord zutrauen. Denn sein Vater ist der bekannteste Serienmörder aller Zeiten. Seit vier Jahren sitzt dieser allerdings schon hinter Gittern, als neue Morde in dem kleinen Städtchen geschehen. Jazz, der es sich nicht nehmen lässt die Ermittlungen zu verfolgen und auf eigene Faust ermittelt, erkennt als Erster dass die Morde genau so geschehen wie bei seinem Vater. Jazz versucht die einzelnen Puzzelstücke zusammenzusetzen, doch erst als er über seinen eigenen Schatten springt erkennt er die Wahrheit.

Als ich das Buch das erste Mal in den Händen hielt war ich sofort von desen Aufmachung begeistert. Schlicht weiß gehalten mit einem blutigen Titelbild. Das könnte ein Psychothriller nach meinem Geschmack sein. Leider ist der Inhalt nicht so blutig wie ich es mir vorgestellt hatte. Die Morde sind zwar detailiert beschrieben, aber sehr kurz gehalten.
Dafür spielt der Autor auf eine andere Weise mit dem Leser.
Jasper "Jazz" ist auf den ersten Blick der nette Junge von Nebenan. Er betreut seine demente Oma allein zu Hause, hat eine Freundin und einen besten Freund, der für ihn (fast wörtlich) durchs Feuer geht. Doch Jazz hat durch seine Vergangenheit, in der sein Vater ihn zu einem Serienmörder erziehen wollte, einen ziemlichen "Knacks" weg. Er weiß wie man jemanden töten kann, ohne Spuren zu hinterlassen und ohne als Verdächtiger in Betracht gezogen zu werden. Doch er hat sich geschworen, niemals einem Menschen etwas anzutun. Aber im Laufe der Ermittlungen gerät Jazz immer wieder ins Wanken. Und das ist leider das Einzige (ok, und dass es nicht so blutig wurde) was mich an der ganzen Geschichte gestört hat. Der größte Teil des Buches dreht sich um das Hin und Her in Jazz. Immer wieder zweifelt er an sich selbst; ist er wirklich fähig einen Mord zu begehen? Mir persönlich wurden dadurch wenig Anreize gegeben, dem Mörder auf die Spur kommen zu wollen.
Trotzdem sind die Charaktere authentisch dargestellt. Vor allem Jazz´s besten Freund Howie fand ich sehr amüsant. Die beiden haben wirklich eine ganz besondere Freundschaft.
Das Ende jedoch war recht spannend. Und es lässt die Möglichkeit auf einen zweiten Teil offen. Doch mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten.

Fazit:
Dank dem Cliffhanger am Ende werde ich sehr wahrscheinlich auch den nächsten Teil lesen, falls es einen geben sollte. Wobei ich hoffe, dass mehr Wert auf die Fähigkeiten von Jazz gelegt wird, anstatt auf seine innerliche Zerrissenheit. 




Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an den blanvalet Verlag

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