[Rezension] Verliebt in einen Vampir - Lynsay Sands

Mittwoch, 20. Juni 2012



Titel: Verliebt in einen Vampir
Autor: Lynsay Sands
Verlag: Lyx
Erscheinungsdatum: 15. September 2008
Seitenanzahl: 336
Preis: 9,95€
ISBN: 978-3802581717


Rachel Garrett hasst ihre seit 3 Jahren andauernde Nachtschicht im Leichenschauhaus des Krankenhauses. Als zweimal hintereinander die gleiche männliche Leiche bei ihr eingeliefert wird, traut sie ihren Augen nicht. Die Leiche bewegt sich und hat einen Herzschlag. Kurz darauf wird sie von einem Unbekannten angegriffen und wacht erst wieder in einem ihr fremden Bett auf. Etienne, dem das Bett gehört, erklärt ihr dass er sie verwandeln musste, um ihr Leben zu retten. Nun sei sie eine von Ihnen, eine Vampirin. Doch damit kann sich Rachel gar nicht anfreunden. Sie hatte doch grade erst eine neue Stelle in der Tagschicht bekommen und nun sollte sie auf ewig dazu verdammt sein, Nachts zu arbeiten und zu Leben? Doch zugleich bemerkt Rachel auch, wie sehr sie sich zu Etienne hingezogen fühlt...und das neue, erotische aber auch gefährliche Leben der Vampirin Rachel nimmt ihren Lauf....



~Glaube nicht daran, was du zu sehen glaubst~


Total vernarrt, wie ich in die Midnight Breed Reihe von Lara Adrian bin, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen und bin wahrscheinlich mit zu hohen Erwartungen daran gegangen. Lynsay Sands schreibt in einem einfachen Stil, der sich flüssig lesen lässt. Jedoch gehen alle Ereignisse in der Geschichte sehr schnell vorran und ehe man sich´s versieht, ist man schon zwei Wochen weiter. Nun gut, das stellt kein riesiges Problem im Lesefluss dar, aber es fällt halt auf. 
Die Bettgeschichten zwischen Rachel und Etienne sind schön, allerdings nicht sehr lang ;) Ein paar Seiten mehr darüber hätte ich mir schon gewünscht. Obwohl sowas (jedenfalls bei mir) nicht im Vordergrund stehen sollte. Aber hier kam es leider wirklich ein wenig zu kurz. 
Die beiden Hauptpersonen sind mir sofort sympathisch gewesen. Vielleicht auch, weil eine gewisse Ähnlichkeit zwischen mir bekannten Personen besteht *lach* Beide haben einen Hang zu Ironie und Sarkasmus, was mir ebenfalls gut gefällt. An manchen Stellen musste ich herzhaft lachen, z.B.:
Diesmal versuchte sie nicht einmal, seinen Po nicht anzustarren. Der Mann hatte einen Po, von dem Münzen abprallen würden. (S. 206)
Nichtsdestotrotz hat mich das Buch nicht total umgehauen und kommt auch nicht an Lara Adrian ran. Mal sehen, wann ich den 2. Teil davon ergattern kann, vielleicht lass ich mich ja eines Besseren belehren. Trotzdem hab ich mich dabei ertappt, mir so einen aufmerksamen Mann wie Etienne zu wünschen! ;)

Zum Ende hin gibt Etienne´s Mutter Rachel noch ein kleine Weisheit mit auf den Weg:  
Nicht die Zeit ist die beste Lehrmeisterin, sondern die Erfahrung. Ein alter Mensch kann noch so lange gelebt haben, aber wenn er nie sein Haus verlässt, um dieses Leben wirklich am eigenen Leib zu erfahren, stirbt er unwissend. Und ein kleines Kind, das gelitten und gelebt hat, kann der Weisere von beiden sein. (S. 296)

Ein gutes Buch zum Abschalten für Zwischendurch. Verdirbt einem auch nicht die Freude auf den zweiten Teil!

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