[Leseeindruck] "Oberwasser" von Jörg Maurer

Dienstag, 24. April 2012


Titel: Oberwasser
Autor: Jörg Maurer
Verlag: Fischer
Erscheinungsdatum: 23. Februar 2012
Seitenanzahl: 396
Preis: 9,99€
ISBN: 978-3596188956


"Wer drunten schwimmt, ist länger tot: Kommissar Jennerweins vierter Fall.
Nachts in einem idyllischen alpenländischen Kurort: Dunkle Gestalten schleppen eine leblose Person zur Höllentalklamm. Kommissar Jennerwein erhält einen heiklen Auftrag. Er muss einen verschwundenen BKA-Ermittler finden, aber niemand darf wissen, dass er nach ihm sucht. Während er mit seinem bewährten Team offiziell einem Wilderer nachstellt, forscht er in Gumpen und Schluchten nach dem Vermissten. Derweil erzählen die Einheimischen düstere Legenden von Flößern, die einst das Wildwasser in eine Höhle sog, ein neugieriger Numismatiker entdeckt kryptische Zeichen auf einer alten Goldmünze, und ein Schafrschütze lauert am Bergbach. Kommissar Jennerwein gerät beinahe ins Strudeln." 



So leid es mir tut, ich habe dieses Buch schon nach 62 Seiten abgebrochen. Der Anfang war ansich sehr vielversprechend. Die Szenen in denen von einer entführte Person berichtet wird, was er durchmacht und welche Gedanken er hat, machen neugierig darauf, wie er in diese Lage gekommen ist, wer die Entführer sind und welche weiteren "Operationen" sie mit ihm vorhaben. Dann folgten allerdings sehr detailreiche, blumige und farbenfrohe Ausmalungen der Landschaft, z.B.:
Der Himmel färbte sich vom hellsten Coelin-blau mit weichem Türkisstich ins Praseodymgelb-Ockrige, und das war auch das Mindeste in Murnau. Der Mond war schon zu sehen, ein Elfenbeinweiß-Getüpfle van Goghs, oder ein heller, kräftiger Klacks Sumpfkalkl von Kandinsky, vielleicht auch nur ein hingehuschtes Patzerl Deckweiß von einem ungeschickten Malschüler der ersten Klasse.  
Spätestens ab da wollte meine Vorstellungskraft einfach nicht mehr mitziehen. Schade eigentlich, könnte bestimmt noch spannend werden. Vielleicht finde ich irgendwann den Sinn, dieses Buch weiter zulesen.

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