Wahre Worte

Samstag, 24. März 2012

Da ich grade das Buch von Cecelia Ahern "Zwischen Himmel und Liebe" lese, muss ich mir doch sofort mal ein paar schöne Stellen daraus aufschreiben. Steckt sehr viel Wahres darin.

Ein Haus ist zum Glück etwas ganz anderes als ein Herz, das die Menschen zu sich einläd, ohne vorher um Erlaubnis zu fragen, das ihnen ein besonderes Plätzchen einräumt, ob man will oder nicht, und das sich auch nach ihnen sehnt, wenn sie nicht da sind. Bei einem Haus entscheidet man selbst, wen man hereinlässt, wie lange jemand bleiben darf und wo er sich aufhalten darf.

Wenn man ein Glas oder einen Teller fallen lässt, dann entsteht ein lautes, schepperndes Geräusch. Wenn ein Fenster zerbricht, ein Tischbein zersplittert oder ein Bild von der Wand stürzt, kann man es hören. Aber wenn das Herz bricht, geschieht es vollkommen lautlos. Eigentlich würde man denken, weil es so wichtig, so schwerwiegend ist, macht es einen Mordskrach, oder es erklingt vielleicht eine Art zeremonieller Ton, ein symbolischer Gong, eine Glocke. Aber es passiert lautlos, obwohl man sich beinahe wünscht, da wäre ein Laut, der einen von dem Schmerz ablenkt. Wenn es ein Geräusch gibt, dann in deinem Inneren. Ein Schrei, den niemand hören kann außer dir selbst, so laut, dass dir die Ohren klingeln und der Kopf wehtut. Er zappelt in der Brust herum wie gefangener Hai, er brüll wie eine Bärin der man ihr Junges weggenommen hat. So sieht er aus und so klingt er - wie ein riesenhaftes Tier, das brüllend um sich schlägt, sich panisch aus der Falle zu befreien sucht, gefangen in seinen eigenen Gefühlen.

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